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Verkehrserziehung neu denken

Kind auf Zebrastreifen
Verkehrserziehung neu denken

Schülerlotsen, Verkehrskasper, Mitmachlieder … die Verkehrserziehung stellt viel auf die Beine, damit die Kinder nicht unter die Räder kommen. Die Knirpse sollen früh lernen, die Gefahren des Autoverkehrs einzuschätzen und ihr Verhalten darauf abzustimmen. In kurzen Worten: Die Kinder soll autogerecht werden. Nun können aber alle Eltern und Lehrer ein Lied davon singen, wie schnell die pädagogische Theorie in der Praxis an ihre Grenzen stößt.

Psychologen wissen, dass Kinder keine kleinen Erwachsenen sind. Kinder reagieren impulsiv. Sie rangeln an der Bushaltestelle und sie laufen auf die andere Straßenseite, wenn sie dort Freunde sehen. Auch wenn sie die Regeln kennen – sie haben sich niemals zu 100 % unter Kontrolle.

Wie Kinder lernen

Kinder lernen durch Erfahrung. Sie testen Grenzen aus. Wenn sie diese Grenzen an einer Autostraße austesten, finden sie den Tod.

Vom autogerechten Kind zum kindgerechten Auto

Was die Verkehrserziehung benötigt, ist ein Paradigmenwechsel – vom autogerechten Kind zum kindgerechten Auto. Drei Eckpunkte der neuen Verkehrserziehung:

  • Auch Erwachsene erhalten Verkehrserziehung.
  • Verkehrsplaner schicken ihre eigenen Kinder auf alle Fuß- und Radwege, die sie selbst geplant haben.
  • Autos passen ihre Geschwindigkeit an, um rechtzeitig auf kindliches Verhalten zu reagieren. Wo parkende Autos die Sicht auf den Bürgersteig nehmen, ist Tempo 20 angemessen.
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