Verbotskultur

Verbotskultur!
Kettensägen? Verboten!

Was heutzutage nicht alles verboten ist … überall sind die Bürgerinnen und Bürger in ihrer Freiheit eingeschränkt. Ein paar Beispiele der Verbotskultur gefällig? Bitte sehr:

  • Verboten: Kettensägen in der Kindertagesstätte.
  • Verboten: Kippen im Krankenhaus.
  • Verboten: Strumpfmasken in der Sparkasse.

Die Aufregung darüber hält sich allerdings in Grenzen. Der gesunde Menschenverstand sagt nämlich, dass Kettensägen nicht in Kinderhände gehören. Das ist verboten und es ist gut so – damit keine Unfälle passieren.

Fahrverbote und Tempolimits

Eine ganz andere Stimmung herrscht, wenn Fahrverbote und Tempolimits angekündigt werden. Da ist das Gejammere groß und die Panikmacher sehen die Grundwerte unseres Zusammenlebens in Gefahr: die Demokratie, die Freiheit und die Wirtschaft. Dabei haben Beschränkungen für den motorisierten Individualverkehr einen gewichtigen Grund. Jedes Jahr sterben über 3000 Menschen im deutschen Straßenverkehr, bei steigenden Zahlen für 2018. Ein Verbot der Raserei ist angemessen, weil Raser nicht nur sich, sondern auch andere gefährden.

Die Verbote der einen sind die Freiheiten der anderen. Wenn die Autos aus den Innenstädten verbannt werden, gewinnen diese Gruppen eine höhere Mobilität: Fußgänger, Radfahrer, Einkaufsbummler, Flaneure, Straßenbahnfahrer, Rollstuhlfahrer und Menschen mit Rollatoren und Gehhilfen.

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