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3. Juni: Welttag des Fahrrads

UN-Fahrradtag ist am 3. Juni
UN-Fahrradtag ist am 3. Juni.

Braucht irgendjemand noch mehr skurrile Welttage wie den Weltbienentag und den Weltlehrertag? Wer nicht als Imker oder Pauker seine Brötchen verdient, dem sind solche Symboltage schnurzegal. Geschätzte 99 % der Bevölkerung fühlt sich nicht angeprochen, solange der Honig im Supermarkt steht und der Nachwuchs das 1×1 beherrscht.
Seit heute, dem 3. Juni 2018, gibt es auch noch den Welttag des Fahrrads. Ein Randgruppentag mehr?

Den Verkehr beschleunigen

Nein, denn Radfahrerinnen und Radfahrer sind keine Randgruppe, sondern eine feste Größe, trotz ihrer systematischen Benachteiligung im Stadtverkehr. Ein Millionenheer von Pendlern quält sich zwei mal täglich durch Gefahren, Staus und Abgase. Schuld an der Misere sind die vielen Autos.
Wie der Fahrradverkehr sicher und schnell funktionieren kann, zeigen Events wie die jährliche Berliner ADFC-Sternfahrt. Da dürfen die Radler nämlich eine ordentliche Infrastruktur nutzen – die Stadtautobahn.

Ohne störende Ampeln und automobile Verstopfung geht es mit dem Fahrrad flott voran. Der Autor dieses Beitrags hat wie zehntausende Mitradler die Strecke vom Stadtrand zur Siegessäule in einer halben Stunde absolviert, und das ohne besondere körperliche Anstrengungen.

  • Das Fazit: Die vom Automobil befreite Stadt ist kein Hirngespinst von Öko-Fundamentalisten, sondern eine Perspektive für die urbane Mobilität des 21. Jahrhunderts.
  • Die Forderung: Stadtautobahnen zu Radschnellwegen. Nicht nur am Weltfahrradtag, sondern an 365 Tagen im Jahr. Oder an 364. Vielleicht wird ja eines Tages ein Weltautotag eingeführt, an denen die Radschnellwege für Autofahrer freigegeben werden.

Was selbstbewusste Bürgerinnen und Bürger nicht mögen, ist die Verbotskultur, die die autogerechte Stadt mit sich bringt: Du darfst dies nicht, du darfst das nicht, du sollst dich an 1000 Regeln halten. Du sollst beim Überqueren einer Straße ewig warten, du sollst einen Helm tragen, du sollst eine Schutzweste tragen. Befreiung vom Auto heißt auch Befreiung von der Verbotskultur.
Freiheit ist immer die Freiheit des Anderslenkenden.

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