3. Juni: World Bicycle Day

Fahrradtag der Vereinten Nationen
Am 3. Juni ist Fahrradtag der Vereinten Nationen.

Seit dem 3. Juni 2018 gibt es den Welttag des Fahrrads, den World Bicycle Day der Vereinten Nationen. Ein nerviger Welt-Irgendwas-Tag mehr? Ganz und gar nicht, denn das Fahrrad ist ein Problemlöser.

Das Fahrrad als Entwicklungshelfer

In armen Ländern gehen immer noch viele Menschen weite Wege zu Fuß – und verbringen damit viel Zeit, um für das Nötigste so sorgen: Wasser und Nahrung. Abgeschnitten sind sie in entlegenen Gebieten von medizinischer Hilfe. Das Fahrrad ist ein ideales Mittel, um das Leben schnell und nachhaltig zu verbessern. Die Vorteile:

  • Das Fahrrad ist billig.
  • Das Fahrrad benötigt weder Sprit noch Strom.
  • Das Fahrrad macht die Umwelt nicht kaputt.
  • Das Fahrrad tötet keine anderen Verkehrsteilnehmer.
  • Das Fahrrad zieht nur geringe Folgekosten nach sich.
  • Das Fahrrad bringt die Kinder in die Schule und die Waren auf den Markt.

World Bicycle Relief

Zu den großen Hilfsorganisationen, die sich den Entwicklungshilfe per Fahrrad widmen, zählt World Bicycle Relief.
Die Hilfsorganisation hat das robuste Buffalo-Fahrrad entwickelt, speziell für den Einsatz in Entwicklungsregionen. Rahmen, Gabel, Speichen und Gepäckträger sind aus Stahl gefertigt, um 100 kg Transportgewicht (plus FahrerIn) zu gewährleisten. Für einen Spende von 134 Euro wird ein Buffalo in eine Entwicklungsregion gebracht. Bisher hat World Bicycle Relief über 300.000 Buffalo-Räder ausgeliefert.

Zum Prinzip von World Bicycle Relief zählt auch die Nachhaltigkeit. Die Organisation bildet Fahrradmechaniker vor Ort aus und stellt die nötigen Werkzeuge und Ersatzteile zur Verfügung. Für eine Spemde von 45€ wird ein Werkzeugsatz angeschafft, für 23€ ein Laufradsatz.

Entwicklungsland Deutschland

Und in Europa? In den meisten Ländern quält sich ein Heer von Fahrradpendlern auf dem Weg zur Arbeit durch Gefahren und Abgase. Aber es gibt Ausnahmen. Wie der Fahrradverkehr sicher und schnell funktioniert, zeigen Dänemark und die Niederlande. In Kopenhagen und Amsterdam wurde das Auto durch das Fahrrad ersetzt. Soweit zu unseren fortschrittlichen Nachbarn. Deutschland ist Entwicklungsland. Wer das Radfahren genießen möchte, ist auf Events angewiesen.

ADFC-Sternfahrt Berlin

ADFC-Sternfahrt Berlin
ADFC-Sternfahrt Berlin.

Highlight ist die jährliche Berliner ADFC-Sternfahrt, die immer an einem Sonntag am oder um den 3. Juni stattfindet. Da dürfen die Radler nämlich auf die Berliner Stadtautobahn. Ohne störende Ampeln und automobile Verstopfung geht es mit dem Fahrrad flott voran. Die Strecke vom Stadtrand zur Siegessäule schafft ein Durchschnittsradler (wie der Autor dieses Beitrags) ohne körperliche Anstrengung in einer halben Stunde.

Wenn es doch nur immer so flott voran ginge. Weil das nicht der Fall ist, heißt die Forderung: Stadtautobahnen zu Radschnellwegen. Nicht nur am Weltfahrradtag, sondern an 365 Tagen im Jahr. Oder an 364. Vielleicht wird ja eines Tages ein Weltautotag eingeführt, an denen die Radschnellwege für Autofahrer freigegeben werden.

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