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Pedersen – das Fahrrad der Philosophen

Sind Sie schon einmal mit einem Pedersen-Fahrrad gefahren? Steigen Sie auf und spüren sie den Geist, die πνεῦμα (Pneuma), die dieses wunderbare Gefährt verbreitet. Das Pedersen ist das Fahrrad der Philosophen.

Das Rad des Pythagoras

Pythagoras war Mathematiker, Philosoph und erste Umweltaktivist des Abendlandes. Er beschrieb nicht nur die Berechnung des Dreiecks, er lebte und lehrte auch den achtungsvollen Umgang zwischen Mensch und Tier. Pythagoras und seine Anhänger, sie wäre heute begeisterte Pedersen-Fahrer. Eine besondere Freude hätten Sie an der Rahmenkonstruktion – sie besteht nämlich aus exakt 21 Dreiecken.

Das Rad des Zenon

Ein weiterer begeisterter Pedersen-Pedalist wäre mit Sicherheit Zenon gewesen, der Gründer der Philosophie der Stoa. Sie wissen schon, das sind die, die sich durch nichts aus der Ruhe bringen lassen. Der Pedersen-Fahrer ist ein erhabener Genießer – und natürlich auch die Fahrerin.

Die Renaissance des Pedersen

Das Pedersen wurde erstmalig 1892 in Serie gebaut, leider ist es aber schnell wieder vom Markt verschwunden, da es nicht für Rennen zugelassen wurde. Doch in den 70er-jahren begann eine kleine Renaissance. Rahmenbauer wie Kemper, Pichler und Solling haben Fundstücke gesammelt und die Bauweise rekonstruiert. Heute gibt es Pedersen-Treffen und eine Pedersen-Manufaktur.

In Großserie wird das Pedersen wohl nie produziert werden. Es bleibt das Fahrrad der Philosphen – und Philosophinnen.

Veröffentlicht in Radfahren

2 Kommentare

  1. FahrradFreak FahrradFreak

    moin here,
    das ist ja mal ein schöner Artikel über einen besonderen Fahrradtyp, und, dass mein Modell Pate stand freut mich natürlich sehr. Besonders mit den alten philosophischen Griechen hast du eine Geisteshaltung angesprochen, die sicher sehr zuträglich ist, wenn man ein solches Velo fährt. Man muss auch eine fast platonische Ruhe aufbringen, wenn man darauf angesprochen wird 🙂
    Sehr gute Kolumne hier!
    gruß bernd

  2. Radchef Radchef

    Was hat das gekostet? Darf ich mal drauf fahren? Möchtest du mich heiraten? Also, wer an jeder Kreuzung auf sein Fahrrad angesprochen werden möchte, muss Pedersen fahren 😉 Vielleicht wäre das ein Ersatz für die Autoposer? Nochmal danke für’s Modell stehen .. sagt der Chef der Radkolumne.

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