Gegen die Helmpflicht

Ritter mit Helm
Die Radhelmpflicht gefährden die Gesundheit von Radfahrern.

Deutsche Verkehrswacht und Polizei wollen mehr Helmträger auf den Straßen sehen. Doch die Radhelm-Eiferer schweigen zu den üblen Nebenwirkungen der Radfahrer-Gängelung. Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht.
Die Helmpflicht senkt nämlich nicht die Zahl der verletzten Radfahrererinnen und Radfahrer – in Gegenteil: Paradoxerweise erhöht sie die Zahl der Unfälle.

Helmpflicht für Radfahrer erhöht Unfallzahlen

Die Menschen wählen das unkomplizierteste Verkehrsmittel, um von A nach B kommen. Sie wählen das Fahrrad, weil es ohne großes Tamtam funktioniert. Niemand will für die Fahrt zum Bäcker einen Helm mitnehmen. Helme gehören ins Mittelalter oder zum Militär – nicht zum Brötchenkauf. Mit einer Helmpflicht wird Radfahren komplizierter. Die Folgen für die Verkehrssicherheit:

  • Die Zahl der Radfahrer sinkt
  • Die Zahl der Autofahrer steigt
  • Die schweren Unfälle nehmen zu

Helmpflicht für Fußgänger

Folgt man der Helm-Propagandisten, dann ist der verpflichtende Radhelm nur der Anfang. So schreibt die Sächsische Zeitung:

Für Radfahrer gilt: Helme retten Leben. Wir wollen ja auch, dass unsere Kinder Helme tragen. Radfahrer sollten sich absolut immer an Verkehrsregeln halten und versuchen, Verständnis für Autofahrer aufzubringen.
Wie können sich Fußgänger schützen?
Jeder zweite Fußgänger stirbt bei Dunkelheit, obwohl viel weniger abends und nachts unterwegs sind. Leuchtstreifen helfen wirklich, nach einer Party in der Dorfdisko kann man sich auch mal eine Warnweste überziehen. Und auch bei Grün sollten Fußgänger im Zweifel lieber stehenbleiben, als auf ihr Recht auf der Straße zu beharren. Das kann tragisch enden.

Sächsische Zeitung

So ist das also. Leuchtstreifen und Warnwesten schützen Leben, und auf das Gehen bei Grün soll verzichtet werden. Da ist es bis zur Helmpflicht für Fußgänger auch nicht mehr weit. Das passende Wording für zukünftige Unfallmeldungen liegt sicher schon in der Redaktions-Schublade. In fünf Jahren werden wir solche Meldungen lesen müssen:

Fußgängerin kollidiert auf Zebrastreifen mit SUV und verletzt sich tödlich. Sie trug keinen Helm.

Unfallmeldung aus der Zukunft

Wer die Welt wirklich sicherer machen möchte, setzt sich für eine Autofahrer-Helmpflicht ein. Dann würde die Autofahrt zum Bäcker nämlich umständlich und unatrraktiv. Die Brötchen würden lieber mit dem Fahrrad geholt, die Straßen nicht mehr von Autos geflutet.
Wo es weniger Autos gibt, passieren weniger Unfälle. Fazit: Die Helmpflicht für Autofahrer senkt die Unfallzahlen – nicht die Helmpflicht für Radfahrer.

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7 Gedanken zu „Gegen die Helmpflicht

  1. Hallo Radchef, dein Artikel ist eine gute Anregung, dieses Thema weiter zu entwickeln, respektive eigene Erfahrungen einzubringen ;-)! Stimme mit dir überein, daß eine Helmpflicht nicht nötig ist, d.h. ich will meinen BeachCruiser auch mal mit ner stylischen Kappe oder nem Sonnenhut fahren ohne ein Bußgeld befürchten zu müssen!
    ABER: Ich fahre regelmäßig seit 28 Jahren mit Helm (inzwischen 260 gr. und fast so gut belüftet wie ohne Helm) und fühle mich als einspuriger Mobilist dadurch sicherer…
    LG Bernd

    1. Okay, bei einem Crash ist man mit Helm besser geschützt. Aber Helme verhindern keine Unfälle, sie mildern nur die Folgen.
      LG, auch Bernd 😉

  2. Man kann zum Glück die Argumentation gegen eine Helmpflicht zu sein nur als Satire betrachten.
    Es gibt keinen ernsthaften Grund sich des Kopfschutzes zu verwehren.
    Jeder Gurtmuffel kommt mit dem Argument irgendwo mal wen gekannt zu haben dem das Anlegen des schwarzen Dingsbums geschadet hat.
    Ein klares DOCH,man kann auch zum Bäcker mit Helm radeln. Uns fehlt es am Selbstverständnis, aber es wird kommen.
    Seht euch nur auf heutigen Skipisten um.
    Vor weniger als 20 Jahren galten jene mit Helm als entweder Rowdys oder Freaks.Heute ist es andersrum.

    1. Hallo Florian,
      wer einen Helm aufziehen möchte, soll dies tun, keine Frage. Ich kann aber den Vergleich mit der Gurtpflicht nicht nachvollziehen. Ein Gurt ist ja schon im Auto eingebaut, er macht also das Autofahren nicht komplizierter. Einen Helm muss man dagegen kaufen und mit sich herumschleppen, wenn man gerade nicht auf dem Fahrrad unterwegs ist. Wenn die Helmpflicht kommt, werden spontane Fahrten mit dem Rad unterbunden.
      Die langen „Rüstzeiten“ machen das Fahrrad unattraktiv: Rad aus dem Keller holen, helle Kleidung ‚raussuchen, Reflekoren anlegen, Helm anlegen…
      Deswegen bin ich gegen die Helmpflicht. Sollte sich eines Tages an jedem Haus eine überdachte Fahrradgarage mit Helmbox befinden, dann wäre das was anderes.
      Grüße,
      Bernd Schmitt

  3. Unverantwortlich! Die Forderung nach Verbesserungen der Fahhradwege hat überhaupt nichts mit dem Tragen von Helmen zu tun, Das ist unverantwortlicher Fahrradliberalismus!. Gern hätten wir Verhältnisse wie in Kopenhagen. Die fahren trotzdem mit Helm. Vor Allem Kinder. Halten sie die für Idioten?

    1. Hallo erstmal 😉
      Meine Meinung: Jeder soll selbst entscheiden, ob er einen Helm trägt. Eine Helmpflicht lehne ich ab, das würde das Radfahren komplizierter machen.
      Grüße,
      Bernd Schmitt

  4. Die „Helme“ für Radfahrer sind ein Witz. Wenn da einer kräftig mit der Birne aufhaut, hält da auch nichts mehr.

    Um das Gegenbeispiel zu Kopenhagen zu nennen: In Amsterdam fährt fast jeder OHNE Helm. Komischerweise ist da Radfahren ganz selbstverständlich, auch für die Autofahrer.

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