Rad statt Ritalin

Ritalin.
Gegen den Zappelphilipp hilft eine geballte Ladung Ritalin. Sagen die Experten.

Jetzt ist es wieder so weit, die Schule beginnt. Doch wer an einer Lehrerzimmertüre lauscht, hört ein großes Wehklagen: Immer mehr Schülerinnen und Schüler sind hyperaktiv, also vom Zappelphilipp-Syndrom betroffen. Nun stammt der Zappelphilipp ja aus dem Struwwelpeter, ganz neu ist das Phänomen also nicht. Relativ neu ist allerdings das Gegenmittel.

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Wer muss sich anpassen?

Anpassung
Wer muss sich anpassen? Autofahrer oder Fußgänger und Radfahrer?

Zur dunklen Jahreszeit erhalten langsamere Verkehrsteilnehmer immer wieder allerlei Ratschläge, wie sie sich zu kleiden haben, damit sie nicht angefahren oder überfahren werden.
Damit wird suggeriert, wer bei einem Unfall die Schuld trägt: Der nicht angepasste Fußgänger oder Radler. Entlastet wird dagegen der Autofahrer. Er darf damit rechnen, dass sich die anderen auf ihn einstellen. In einer Pressemitteilung der dpa (Deutsche Presseagentur), die von vielen Zeitungen übernommen wurde, heißt es beispielsweise:

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Autofahrer als Oberlehrer

In jedem Deutschen schlummert ein Oberlehrer. Im Auto erwacht er.

In Deutschland ist die Straße ein Ort der Oberlehrer und Volkserzieher. Die Speerspitze der moralisierenden Eiferer bilden die Autofahrer. Diejenigen, die nicht dazu in der Lage sind, ihre Perspektive zu wechseln, erteilen Fußgängern und Radfahrern permanent idiotische Ratschläge.
Radfahrer sollen, auch wenn sie keine suizidalen Absichten verfolgen, handtuchbreite „Schutzstreifen“ befahren, um dann ohne ausreichenden Sicherheitsabstand überholt zu werden. Radfahrer sollen ganz weit rechts fahren, also da, wo sie von Autotüren erfasst werden. Nicht-Autofahrer sollen helle Kleidung tragen, damit sie von den Motorisierten in ihren abgedunkelten Limousinen besser gesehen werden.

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Oh Verkehrsschule – du Idyll

Die Jugendverkehrsschule-das Idyll
Die Jugendverkehrsschule bildet die Realität nicht ab.

Schulanfang. Jetzt sind sie wieder da, die idyllischen Jugendverkehrsschulen. Die Polizistinnen und Polizisten üben mit den Dritt- und Viertklässlern das Radfahren. Sie pauken die Verkehrsregeln auf dem Pausenhof ein. Wer alles richtig gemacht hat, erhält einen Fahrradpass und einen Wimpel. Doch die Anerkennung ist vergiftet.

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Spielplatz oder Parkplatz ?

Autos sind wichtiger als Max. Parkplätze sind wichtiger als Spielplätze.
Autos sind wichtiger als Max. Parkplätze sind wichtiger als Spielplätze.

Das ist Max, er lebt in Köln, am Oberländer Wall. Dort geht es eng zu. Platz zum Spielen ist knapp. Platz zum Parken ist knapp. Nun fragt sich Max, was wichtiger ist, Spielplatz oder Parkplatz?
Die Erwachsenen sagen: Parkplätze sind wichtiger. Dafür haben sie sogar ein Gesetz erlassen, die Stellplatz-Nachweispflicht. Wenn eine Kita gebaut oder vergrößert wird, dann muss da auch genug Platz sein – für die Autos von den Erwachsenen. Das Bauaufsichtsamt überwacht alles genau.

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Verkehrserziehung neu denken

Kind auf Zebrastreifen
Verkehrserziehung neu denken.

Schülerlotsen, Verkehrskasper, Mitmachlieder … die Verkehrserziehung stellt viel auf die Beine, damit die Kinder nicht unter die Räder kommen. Die Knirpse sollen früh lernen, die Gefahren des Autoverkehrs einzuschätzen und ihr Verhalten darauf abzustimmen. In kurzen Worten: Die Kinder soll autogerecht werden. Nun können aber alle Eltern und Lehrer ein Lied davon singen, wie schnell die pädagogische Theorie in der Praxis an ihre Grenzen stößt.

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