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Visionär Adam Opel

Ein Fahrrad von Opel.
Opel bürgt für höchste Qualität.

Ständig diese Beiträge über SUV’ler, Raser und Dieselbetrüger … bei Autoherstellern genießt die Radkolumne, um es vorsichtig auszudrücken, keinen guten Ruf.
Wer hier liest oder gar wohlwollend kommentiert, setzt sich dem Verdacht der Technikfeindlichkeit, ja der Menschenfeindlichkeit aus. Damit dieses Zerrbild wieder gerade gerückt wird, widmet sich die Radkolumne heute einem Pionier des deutschen Fahrzeugbaus: Adam Opel.

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Unfallstadt München

Unfallstadt München
München ist für Kinder eine gefährliche Stadt.

München ist eine urige Millionenstadt und im Vergleich zu Berlin viel sicherer? Von wegen! München zählt zu den gefährlichsten Städten Deutschlands. An der Isar lernen die Kinder das Fürchten und Beten.
Wer über die Straße will, braucht Begleitschutz. Geh‘ bei Grün? Lieber nicht, wenn ein Auto zeigt, wer hier der Bestimmer ist.
In München parken Fahrer ihren Jeep auch gerne dem Überweg. Für Passanten und Polizei ist gefährliches Parken nur ein Kavaliersdelikt. Mit Kindern kann die Situation aber schnell eskalieren. 

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Anpassen bitte!

Anpassung
Wer muss sich anpassen? Autofahrer oder Fußgänger und Radfahrer?

Zur dunklen Jahreszeit erhalten langsamere Verkehrsteilnehmer immer wieder allerlei Ratschläge, wie sie sich zu kleiden haben, damit sie nicht angefahren oder überfahren werden.
Damit wird suggeriert, wer bei einem Unfall die Schuld trägt: Der nicht angepasste Fußgänger oder Radler. Entlastet wird dagegen der Autofahrer. Er darf damit rechnen, dass sich die anderen auf ihn einstellen. In einer Pressemitteilung der dpa (Deutsche Presseagentur), die von vielen Zeitungen übernommen wurde, heißt es beispielsweise:

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Parkplatzbeweiner

Die Parkplatzbeweiner.
Die Parkplatzbeweiner. Sie trauern um das, was ihnen am liebsten ist.

Alles ist vergänglich, auch der geliebte Parkplatz – vor der eigenen Haustüre und vor dem Fitnessstudio. Im Trauermonat November spüren die Autofahrerinnen und Autofahrer die Unsicherheit des Daseins besonders intensiv. Im Anblick der finsteren Straßenränder, an denen kein Blech mehr ein Zuhause hat, vergießen sie bittere Tränen.
Wo Parkplätze vernichtet wurden, sind sie da: Die Parkplatzbeweiner.

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Berlin kippt Fahrverbote

Berlin beendet Fahrverbote.
Berlin beendet Fahrverbote.

Fahrverbote werden auf unterschiedliche Weise verhängt.
Für Autofahrer ist ein Verbot leicht zu erkennen – am Verkehrszeichen mit dem roten Kreis.
Subtiler funktionieren Fahrverbote für Radfahrer. Angeordnet werden sie nämlich sehr selten durch eine Beschilderung. In der Regel sind es Eltern und Angehörige, die Fahrverbote verhängen – aus Sorge um Leib und Leben ihrer Kinder und Verwandten. Weil die ungeschützten Radfahrer „durch den Verkehr“ müssen, gemeint sind die Autofahrer, heißt es dann:

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Autofahrer als Oberlehrer

In jedem Deutschen schlummert ein Oberlehrer. Im Auto erwacht er.

In Deutschland ist die Straße ein Ort der Oberlehrer und Volkserzieher. Die Speerspitze der moralisierenden Eiferer bilden die Autofahrer. Obwohl sie nicht dazu in der Lage sind, sich in die Fahrrad-Perspektive hineinzuversetzen, geben sie uns ständig Ratschläge, wie wir uns zu bewegen haben.
Wir sollen, auch wenn wir keine suizidalen Absichten verfolgen, handtuchbreite „Fahrrad-Schutzstreifen“ befahren, um dann ohne ausreichenden Sicherheitsanstand (!) überholt zu werden. Wir sollen helle Kleidung tragen, damit von Fahrern in abgedunkelten Limousinen gesehen werden. Wir sollen ganz weit rechts fahren, also da, wo wir von Autotüren erfasst werden.

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Dank Trump: Öl wird knapp

Das Öl wird Knapp – danke Donald Trump!

Fahrradfahrer haben in Deutschland keine Freunde – nicht auf der Straße und nicht in den Parlamenten. Schützenhilfe bekommen sie jetzt ausgerechnet von einem Herrn, der das Fahrrad so lieb hat wie ein Nudist einen Drahtgeflechtstuhl: Donald Trump, der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.
Mit seinen Sanktionen gegen den Iran schraubt Trump den Ölpreis nach oben und schafft, was bisher noch keiner Fahrradinitiative gelingen ist: Er macht das Autofahren finanziell unattraktiv. Dabei trifft er die Richtigen. Opfer der höheren Benzinpreise sind die Halter der großen Kampfmaschinen, der unfallträchtigen SUVs und Pickups.

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Oh Verkehrsschule – du Idyll

Die Jugendverkehrsschule-das Idyll
Die Jugendverkehrsschule bildet die Realität nicht ab.

Schulanfang. Jetzt sind sie wieder da, die idyllischen Jugendverkehrsschulen. Die Polizistinnen und Polizisten üben mit den Dritt- und Viertklässlern das Radfahren. Sie pauken die Verkehrsregeln auf dem Pausenhof ein. Wer alles richtig gemacht hat, erhält einen Fahrradpass und einen Wimpel. Doch die Anerkennung ist vergiftet. Ein Kind, das die Regeln beachtet, ist nicht sicher. Ein Kind, das auf die Regeln vertraut, begibt sich in Gefahr.
Draußen vor dem Schultor hat die Sicherheit von Kindern nämlich keine Priorität. Autos sind wichtiger als Kinder. Die Realität:

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Radentscheid Kassel

Der Radentscheid in  Kassel
Der Radentscheid Kassel hat Forderungen aufgestellt

Bei Kassel denken die meisten an die Documenta oder den gigantischen Bergpark. Die Stadt erfreut sich aber auch über eine lebendige und vielfältige Fahrradszene. Es gibt den ADFC, die Bicycle Gang der Fulle Ridaz, die noblen Rohloff-Werke und viele kleine, sympathische Fahrradläden. Der Radentscheid Kassel war also nur eine Frage der Zeit. Jetzt ist er beschlossene Sache und geht ans Werk. Kassel soll von der Autostadt zur Fahrradstadt gedreht werden. Die acht Forderungen des Radentscheids:

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EU gegen Pedelecs

EU gegen Pedelecs
Die EU macht gegen Pedelecs mobil.

Vorneweg: Wer jetzt ein EU-Bashing erwartet, braucht nicht weiterlesen. Das gemeinsame Europa ist eine gute Idee. EU-Staaten haben sich noch niemals gegeneinander bekriegt. Ohne die EU wäre der Frieden nicht so stabil wie heute. Doch oft erlassen die Eurokraten überflüssige Vorschriften – zum Beispiel gegen harmlose Pedelec-Fahrer. Pedelecs sind Fahrräder mit elektrischer Unterstützung bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h. Die rasen also nicht mit Tempo 30 und mehr vor unseren Kindergärten und Schulen herum.

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Rad der Philosophen

Pedersen-Fahrrad
Das Pedersen – das Fahrrad der Philosophen.

Sind Sie schon einmal mit einem Pedersen-Fahrrad gefahren? Noch nie? Dann haben Sie in Ihrem Leben ein Glücksgefühl verpasst! Steigen Sie auf und spüren sie den Geist, die πνεῦμα (Pneuma), die dieses wunderbare Gefährt verbreitet. Das Pedersen ist das Fahrrad der Philosophen. Platon wäre Pedersen gefahren. Und natürlich auch Pythagoras – der mit den Dreiecksverhältnissen. 😉

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Überflüssige Critical Mass

Die Critical Mass muss überflüssig werden.
Die Critical Mass muss überflüssig werden.

Die Critical Mass ist eine Aktionsform, bei der sich viele Radfahrerinnen und Radfahrer zu einer Gruppe zusammenschließen. Der Dreh an der Sache: Ein sogenannter Verband, sofern er für andere Verkehrsteilnehmer gut erkennbar ist, genießt besondere Rechte. Die Beteiligten dürfen während der Fahrt auch mit dem Nebenmann und der Nebenfrau plaudern. Die Straßenverkehrsordung sagt nämlich:

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Spielplatz oder Parkplatz ?

Autos sind wichtiger als Max. Parkplätze sind wichtiger als Spielplätze.
Autos sind wichtiger als Max. Parkplätze sind wichtiger als Spielplätze.

Das ist Max, er lebt in Köln, am Oberländer Wall. Dort geht es eng zu. Platz zum Spielen ist knapp. Platz zum Parken ist knapp. Nun fragt sich Max, was wichtiger ist, Spielplatz oder Parkplatz?
Die Erwachsenen sagen: Parkplätze sind wichtiger. Dafür haben sie sogar ein Gesetz erlassen, die Stellplatz-Nachweispflicht. Wenn eine Kita gebaut oder vergrößert wird, dann muss da auch genug Platz sein – für die Autos von den Erwachsenen. Das Bauaufsichtsamt überwacht alles genau.

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Radgesetz Bayern

Ein Radgesetz für Bayern.
Fahrradfreund König Ludwig II. Foto: Tobias Hase / ADFC München.

Gott mit Dir, Du Land der Bayern. Das wunderschöne Bayern feiert im Jahr 2018 gleich drei große Momente:
200 Jahre bayerische Verfassung.
100 Jahre Freistaat Bayern.
Die Geburt des ersten bayerischen Radgesetzes.
Für die Radkolumne ist es eine große Freude, an diesem historischen Schritt teilhaben zu dürfen. Die Ereignisse im Zeitraffer:

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Sichere Autos

Sichere Autos tragen ein H-Kennzeichen
Sichere Autos tragen ein H-Kennzeichen.

Sichere Autos erkennen Sie am H-Kennzeichen, dem Merkmal für Oldtimer. Das H, es steht für „historisch“, befindet sich am Ende der normalen Buchstaben-Ziffern-Kombination. Die Kfz-Versicherungen stufen Oldtimer in einer niedrigen Schadensfreiheitsklasse ein, was die Versicherungskosten senkt. Nun sind Versicherungen keine Wohltätigkeits-Organisationen – sie haben ganz handfeste, sprich finanzielle Gründe für ihre Tarifgestaltung: Oldtimer-Fahrer sind die besseren Fahrer.

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Berlin: Radgesetz beschlossen

Radgesetz Berlin.
Berlin hat das Radgesetz beschlossen. Das Chaos hat ein Ende.

Trommelwirbel bitte! Heute, am 28. Juni 2018, hat das Berliner Abgeordnetenhaus ein Gesetz beschlossen, das dem Chaos auf den Straßen hoffentlich ein baldiges Ende bereitet: Das Radgesetz.
Aus Rücksichtnahme auf die hartnäckigen Autofahrer darf das Radgesetz nur Mobilitätsgesetz heißen, aber die Stoßrichtung ist klar: Es geht darum, dem Fahrrad dem ihm gebührenden Platz im Straßenverkehr einzuräumen – und die Narrenfreiheit des Automobils einzuschränken: Mehr Fahrrad, weniger Auto. Mehr Sicherheit, weniger Chaos. Mehr Vernunft, weniger Ideologie.

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Parkhaus oder Wohnhaus ?

Parkhaus frisst Wohnhaus.
Parkhaus frisst Wohnhaus.

Die bezahlbare Wohnung ist in Deutschland keine Selbstverständlichkeit mehr. Mit den Mieten steigen die Obdachlosigkeit und die Existenzangst. Doch trotz der Wohnungsnot wird der knappe Platz für Auto-Parkhäuser verschwendet.
Mit anderen Worten: Autobesitzer bedrohen die soziale Sicherheit derjenigen, die hohe Mieten nicht bezahlen können. Auch Tiefgaragen lösen das Problem nicht, denn sie verteuern den Bau neuer Wohnungen. Ein Umdenken ist nötig – zum parkplatzfreien Wohnungsbau. Die Vorteile:

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Verkehrserziehung neu denken

Kind auf Zebrastreifen
Verkehrserziehung neu denken.

Schülerlotsen, Verkehrskasper, Mitmachlieder … die Verkehrserziehung stellt viel auf die Beine, damit die Kinder nicht unter die Räder kommen. Die Knirpse sollen früh lernen, die Gefahren des Autoverkehrs einzuschätzen und ihr Verhalten darauf abzustimmen. In kurzen Worten: Die Kinder soll autogerecht werden. Nun können aber alle Eltern und Lehrer ein Lied davon singen, wie schnell die pädagogische Theorie in der Praxis an ihre Grenzen stößt.

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Fahr auf dem Radweg!

Fahrrad im Gebüsch
Fahrrad im Gebüsch.

Radfahrer halten die Verkehrsregeln nicht ein. Sie schießen durchs Gebüsch und tauchen an den unmöglichsten Stellen auf. Man begegnet ihnen überall, nur nicht auf dem Radweg. Soweit die typischen Bemerkungen der Autofahrer. Nun könnte man sich als Radfahrer über diese Unterstellungen aufregen – aber so ganz unrecht haben die Autofahrer gar nicht. Radfahrer müssen sich seltsam verhalten, um von A nach B zu gelangen. Und das sind die Gründe:

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Fahrrad schafft Arbeitsplätze

Firma Rohloff
Das Fahrrad schafft Arbeitsplätze.

Wer sichert den Wohlstand der Exportnation Deutschland? Zum Beispiel die Rohloff-Werke, denn dort wird die beste Fahrradnabe der Welt produziert. Die High-Tech-Schmiede vor den Toren Kassels setzt nicht auf Dumpingpreise, sondern auf Qualität – mit Erfolg. Rohloff exportiert sein Spitzenmodell, die langlebige Fahrradnabe Speedhub 500/14, an Hersteller und Händler rund um die Welt. Der Preis der Preis liegt bei rund 1000 €. Wer wissen will, wie es hinter den Kulissen aussieht, findet sich bei MTB-News eine Rohloff-Reportage.

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Autofreier Sonntag

Autofreier Sonntag - dank Ölkrise.
Autofreier Sonntag 1973 – dank Ölkrise.

Früher war alles besser, da gab es nämlich den autofreien Sonntag, und zwar an vier Tagen im Jahr 1973. Die Autobahnen waren leer und die Straßen voller Fußgänger und Radfahrer. Alle Bürgerinnen und Bürger, ob motorisiert oder nicht, genossen sichtlich den Urlaub vom Auto.
Es spricht auch heute absolut nichts dagegen, an vier Sonntagen im Jahr das Gefährt in der Garage zu lassen. Vier autofreie Tage im Jahr können PS-Fetischisten ohne Entzugserscheinungen verkraften und ein Sonntag mit weniger Lärm, Stress und Unfällen wäre eine Erholung für uns alle. Das Szenario eines autofreien Sonntags:

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Die Fahrradfeinde von der FDP

In Feindschaft: FDP und Fahrrad
FDP und frische Luft? Passt nicht zusammen!

Die FDP ist nach Eigenverständnis die Partei der Freiheit, des Fortschritts und der persönlichen Verantwortung. Da müsste das Fahrrad ja das Lieblings-Verkehrsmittel der Liberalen sein, ermöglicht es doch die freie Fortbewegung aus eigener Leistung – und frische Luft für die Leistungsträger.
Doch wehe, das Velo breitet sich auf den Straßen einer Stadt aus, wie in Berlin. Die Spree-FDP jammert dort nämlich wie ein Dreijähriger, dem der Luftballon weggeflogen ist. Dabei beschwören die Liberalen ein Gespenst des vergangenen Jahrhunderts – die autogerechte Stadt: Autofahrern das Leben nicht schwer machen. Unter Verkehrspolitikern berüchtigt ist ein Beschluss des Berliner FDP-Landesausschusses von 2014:

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Raserhölle Schweiz

Radfahren in der Schweiz ist sicher
Die Schweiz schützt Radfahrer vor aggressiven Autofahrern.

In meinem Bekanntenkreis, als Radfahrer gelte ich dort als Sonderling, existieren zwei Tabuzonen, nämlich Berlin und die Schweiz.
Im anarchistischen Berlin droht die Beschädigung des Autos. Das ist schlimm.
In der demokratischen Schweiz droht die Beschlagnahmung des Autos. Das ist, weil keine Versicherung zahlt, noch schlimmer. Die Schweiz ist die Hölle der deutschen Autofahrer. In der Autofahrer-Logik heißt das: Die Schweiz ist ein gescheiterter Staat.

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